Home Konzepte Erprobungsstufe

Die Erprobungsstufe

Ziele

Der Wechsel von der Grundschule zum Gymnasium bedeutet für die Schüler eine große Umstellung. Sie müssen lernen, sich in einer für sie neuen Schul- und Unterrichtswelt zu orientieren. Unser Ziel ist es, unseren Schülern den Übergang von der Grundschule zum Gymnasium so weit wie möglich zu erleichtern, indem wir sie Schritt für Schritt in unser Schulleben und in gymnasiales Arbeiten einführen. Dabei ist es uns sehr wichtig, die Schüler in diesem Prozess zu fördern, zu fordern und zu begleiten.

Einführung in das Schulleben

Dem Klassenlehrer kommt in der Erprobungsstufe eine große Bedeutung zu. Zum einen ist er für die Schüler, die sich vom Klassenlehrerprinzip der Grundschule auf das Fach­lehrerprinzip des Gymnasiums umstellen müssen, eine wichtige Bezugs­person; zum anderen trägt er eine besondere Verantwortung für das soziale Mit­einander in der Klasse und die Förderung der Klassengemeinschaft. Aus diesen Gründen wird der Klassenlehrer mit möglichst vielen Stunden in seiner Klasse eingesetzt. Um nicht zu viele verschiedene Lehrer in einer Klasse 5 oder 6 einzusetzen, wird in Einzelfällen bewusst fachfremder Unterricht in „verwandten“ Fächern erteilt (z.B. Politikunterricht durch den Lehrer einer anderen Gesellschaftswissenschaft).

Die Klassen 5 haben ihre Klassenräume in der ersten und zweiten Etage des soge­nannten Altbaus, einem für die Schüler überschaubaren Bereich, der es ihnen ermöglicht, auch Kontakte zu den Parallelklassen zu knüpfen. Durch die räumliche Nähe zum Lehrerzimmer sind die Klassenlehrer schnell erreichbar.

Ein Aktionstag in den ersten Schulwochen dient dem näheren Kennenlernen untereinander sowie des Lernortes. Die vernetzte Unterrichtsreihe „Wir und unsere Schule“, die wir zu Beginn der Jahrgangsstufe 5 in den Fächern Deutsch, Religion, Erdkunde, Politik und Englisch durchführen, soll die Orientierung in und die Identifikation mit der neuen Klasse und Schule fördern.

Die wöchentliche Orientierungsstunde – eine Klassenlehrerstunde – in den Jahrgangsstufen 5 und 6 bietet die Möglichkeit, auftretende Probleme zu besprechen und gemeinsame Aktivitäten zu planen, und gibt somit Raum für bewusstes soziales Lernen. Darüber hinaus  dient  sie  der  Einübung  grundlegender  Arbeitstechniken  und -methoden und kann für Stille- und Konzentrationsübungen sowie für gemeinsames Spielen genutzt werden.

Klassenausflüge und die dreitägige Klassenfahrt in der Jahrgangsstufe 6 fördern durch die gemeinsame Vorbereitung sowohl die Klassengemeinschaft als auch die Selbsttätigkeit und das Engagement der Schüler. Dem gleichen Ziel dient das Angebot von Klassennachmittagen (z. B. adventliche Nachmittage, Sommerfeste, Karnevalsfeiern, Bastelnachmittage).

Zwei Klassenpaten aus den Jahrgangsstufen 9 oder Eph kümmern sich jeweils um eine Klasse 5/6: Sie sind Ansprechpartner für die Schüler, führen sie in die Arbeit der Schülervertretung ein und unterstützen sie bei ihren Klassenaktivitäten. Außerdem haben die Klassen 5 Buspaten. In Einzelfällen können auch einzelne Schüler der Klassen 5 oder 6 einen Schüler der Klassen 9 oder Eph als „Schülerpaten“ erhalten.

Besondere Akzente des Unterrichts

Entsprechend den Richtlinien knüpft der Unterricht in den Jahrgangsstufen 5 und 6 an die Arbeit in der Grundschule an, bemüht sich um Angleichung der Voraussetzungen und befähigt die Schüler zu zunehmend selbstständigem Lernen.

Eine zusätzliche Wochenstunde in den Fächern Deutsch und Englisch in der Jahrgangsstufe 5 nutzen wir, um eine einheitliche Ausgangsbasis für unsere weitere Arbeit zu schaffen. Im 2. Halbjahr der Klasse 5 wird entweder das Fach Erdkunde oder das Fach Politik 3-stündig unterrichtet, um in der zusätzlichen Zeit eine Einführung in die Arbeit am Computer und in die Nutzung unseres Schulservers zu geben.

Durch Formen selbsttätigen Arbeitens gewährleisten wir eine innere Differenzierung, so dass die Schüler entsprechend ihren individuellen Möglichkeiten gefördert und gefordert werden. Demselben Ziel dienen die Teilnahme aller Schüler an mindestens einer Arbeitsgemeinschaft und Maßnahmen individueller Förderung.

Mit unserem Arbeitsbuch „Das Lernen lernen“, das jeder Schüler zu Beginn der Jahrgangsstufe 5 erhält, fördern wir die Methodenkompetenz unserer Schüler und zeigen ihnen Wege auf, wie sie leichter und effektiver lernen können. Nach einem für die Jahrgangsstufen 5 und 6 entwickelten Lehrplan werden die Themen des Arbeitsbuches in einzelnen Fächern und in der Orientierungsstunde erarbeitet, in anderen Fächern vertieft und später wiederholt.

Jahrgangsstufen 7-9

Nach erfolgreichem Abschluss der Klasse 6 wird der Schüler in die Klasse 7 versetzt.Um einen möglichst reibungslosen Übergang von der Klasse 6 in die Klasse 7 zu gewährleisten, begleitet der Klassenlehrer die Schüler noch ein weiteres Jahr.
Danach übernimmt in der Regel ein anderer Lehrer das Ordinariat für die folgenden zwei Jahre.

In einigen Fächern wechselt der Fachlehrer schon zu Beginn der Jahrgangsstufe 7, damit nicht in der Jahrgangsstufe 8 alle unterrichtenden Lehrer neu sind.

Der Unterricht in den Jahrgangsstufen 7-9 orientiert sich an der gesetzlich vorgeschriebenen Stundentafel. Als neues Fach kommt in Jahrgangsstufe 7 Chemie hinzu; der Unterricht in Kunst und Musik wird in halbjährlichem Wechsel erteilt. Der Biologieunterricht in der Jahrgangsstufe 7 findet zweistündig nur in einem Halbjahr statt, um Unterricht mit nur einer Wochenstunde zu vermeiden.

Verbindliche außerunterrichtliche Veranstaltungen sind das zweiwöchige Betriebspraktikum sowie die fünftägige Fahrt in der Jahrgangsstufe 9.

Nach den aktuell gültigen Regelungen durch die Kultusministerkonferenz erwerben Schüler des Gymnasiums die Abschlüsse der Sekundarstufe I erst mit der Versetzung von der Einführungsphase der Sekundarstufe II (Eph) in die Qualifikationsphase 1 (Q1), d.h. nach der Einführungsphase der Sekundarstufe II.

Zweite Fremdsprache

In der Jahrgangsstufe 6 setzt der Unterricht in der 2. Fremdsprache ein.

An unserer Schule stehen Latein und Französisch zur Wahl. Die Klassen werden nicht neu zusammengesetzt, der bisherige Klassenverband bleibt erhalten und wird nur in den 4 Wochenstunden, die für die 2. Fremdsprache vorgesehen sind, aufgelöst.
Schüler, die in der Jahrgangsstufe 6 mit Latein als 2. Fremdsprache beginnen, erwerben bei mindestens ausreichenden Leistungen im Abschlusskurs am Ende der Einführungsphase der Sekundarstufe II (Eph) das Latinum.