COMENIUS und das Programm für lebenslanges Lernen
Die europäische Bildungskooperation begann 1995 unter den damals 15 Mitgliedstaaten der Europäischen Union und den Ländern Norwegen, Island und Liechtenstein. Seit 2000 nehmen die neuen Mitgliedstaaten der EU in Mittel- und Osteuropa und seit 2004 die Türkei teil. Ab 2010 können auch Schulen aus Kroatien und der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien an COMENIUS-Partnerschaften teilnehmen.
Das Liebfrauengymnasium Büren beteiligt sich seit 2001immer wieder am europäischen Schulprojekt COMENIUS.
Seit 2007 läuft das EU-Programm für lebenslanges Lernen. Es ist mit einem Budget von knapp 7 Milliarden Euro ausgestattet. Tragende Säulen sind die Einzelprogramme COMENIUS (Schulbildung), ERASMUS (Hochschulbildung), LEONARDO DA VINCI (Berufliche Bildung) und GRUNDTVIG (Erwachsenenbildung).
Im August 2010 wurde nun eine neue Projektpartnerschaft in Büren gestartet.
Zur Vorbereitung der Partnerschaftsaktivitäten reisten die Projektkoordinatorin Frau Peter und Herr Gastel vom 9.1.1010 - 14.1.2010 nach Varna / Bulgarien.
Ergebnis des Besuchs war ein gemeinsamer Projektantrag in deutscher und englischer Sprache, den 7 europäische Schulen im Februar 2010 an die entsprechenden EU-Gremien stellen konnten.
Im Antrag wurde die künftigen Partnerschaft wie folgt beschrieben:
„Die Projektpartner wollen sich sowohl im naturwissenschaftlichen als auch gesellschaftswissenschaftlichen und fremdsprachlichen Unterricht mit "Energieressourcen für eine gemeinsame Zukunft", also Wind, Sonne, Wasser, Biomasse, beschäftigen.
Die Informationsbeschaffung soll vor allem über Literatur- und Internetrecherchen, Befragung von Experten und Exkursionen erfolgen. Über ihre Arbeitsergebnisse erstellen die Schüler eine gemeinsame Website, Fotodokumentationen, Powerpoint-Präsentationen und eine mehrsprachige Broschüre. Die Zusammenarbeit mit den Partnerschulen wird durch regelmäßige E-Mail-Kontakte, Newsletter und die gemeinsame Website gewährleistet und während der Arbeitstreffen (Mobilitäten) gefestigt und ausgebaut. Im Verlauf der Projektarbeit sollen Comeniusziele, wie etwa der verbesserte Umgang mit Fremdsprachen, die Zusammenarbeit mit Menschen anderer Kulturen, die Entwicklung neuer pädagogischer Ansätze oder die Entwicklung IKT gestützter Inhalte gefördert werden.
Zur Evaluation wird die Projektarbeit regelmäßig anhand noch auszuarbeitender Bewertungskriterien überprüft (Monitoring), Auswertungsbögen zur Beurteilung der partnerschaftlichen Leistungen werden erstellt.
Die Schülerarbeiten werden bewertet und gehen in die Zeugnisnoten ein.
Alle, den Schulen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten der Dissemination (lokale Presse, Schulhomepage, gemeinsame Comenius-Website, Tage der Offenen Tür, öffentliche Ausstellungen) sollen genutzt werden.
Die Aktivitäten sind in die schulinternen Curricula der Projektpartner integriert: Sie sind geplant als vernetzter Unterricht im Fach Naturwissenschaften, im Chemie-, Physik- und Fremdsprachenunterricht, im Fach Gesellschaftswissenschaften und als Bestandteil des Informatikunterrichts.“
Der Antrag wurde sehr gut bewertet und genehmigt. Dennoch nehmen an der zweijährigen Projektarbeit nur 3 Schulen teil: ein Gymnasium aus Zamosc (Polen), die Steinkjer videregående skole (Norwegen) und das Liebfrauengymnasium Büren. Vier weitere Schulen, die sich am Projektantrag beteiligt haben, können -überwiegend aus finanziellen Gründen- nicht am „Programm für lebenslanges Lernen“ teilnehmen.


