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Compassion

„Compassion“ – Menschsein für andere – ist dieses Praxis- und Unterrichtsprojekt sozialen Lernens benannt.

Das Compassion-Projekt ist ein Projekt sozialen Lernens. Es beruht auf einer Mitte der neunziger Jahre entstandenen Initiative der Katholischen Freien Schulen  in Deutschland.

„Wir lernten neue Facetten des Lebens kennen, über die wir vorher nie nachgedacht und die wir ohne das Praktikum nie erlebt hätten.“

Praktika kennen inzwischen alle Schülerinnen und Schüler, die in der Berufsfindungsphase sind. Das Sozialpraktikum des Liebfrauengymnasiums vertritt einen anderen Ansatz. In ihm spiegelt sich das christliche Selbstverständnis unserer Schule in der Vermittlung von Sozialkompetenz.

Die Konzeption:

Hilfsbereitschaft im sozialen Bereich, Kommunikation, Kooperation und Solidarität mit Menschen, die auf die Hilfe anderer angewiesen sind - diese Ziele stecken den  intentionalen Rahmen von Compassion ab. Zu diesem Zweck arbeiten die Schülerinnen und Schüler während  des  Schuljahres  zwei  Wochen  in  sozialen  Einrichtungen.

Das Sozialpraktikum kann in allen sozialen Einrichtungen absolviert werden, die möglichst im Umkreis von 25 Kilometern von der Schule liegen. Dazu gehören  beispielsweise Altenheime, Ambulanter Pflegeservice, Behindertenwohnheime oder –Werkstätten, Kliniken, Förderschulen, und, und, und...

Jede Schülerin und jeder Schüler erhält einen Betreuungslehrer, der ein Vorgespräch über Motivation und über Erwartungen führt, sie/ihn während des Praktikums besucht und die Dokumentation, die die Schülerin oder der Schüler über das Praktikum anfertigt, korrigiert. Die inhaltliche Vorbereitung erfolgt in den verschiedenen Kursen, schwerpunktmäßig in Religionslehre.

Nach Abschluss des Sozialpraktikums werden die Erfahrungen in den Religionsgruppen reflektiert.

 

Besinnungstage

Jedes Jahr stehen die Besinnungstage als Angebot für die gesamte Jahrgangsstufe 9 (ehemals 10) in Bestwig an. Abhängig von der Anzahl der teilnehmenden Schüler werden das Julie-Postel-Haus und/oder das "Haus der Begegnung" belegt.

Der Tag beginnt in der Regel mit einem kleinen Morgenimpuls in der Krypta, bevor sich die Schüler in die einzelnen Gruppen zurück ziehen und die selbst gewählten oder angebotenen Themen, z.B. Tod und Sterben, Wer bin ich?, Liebe und Freundschaft, Sucht und Abhängigkeit usw., bearbeiten.

Der letzte Abend, der "Bunte Abend", wird dann wieder von der gesamten Stufe gestaltet, an dem auch jede Gruppe ihre Themen auf spielerische Art und Weise vorstellt.

SOR-SMC

Das LFG ist eine Schule ohne Rassismus - eine Schule mit Courage.

Schule ohne Rassismus ist Projekt von und für SchülerInnen. Es bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten, in dem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden. SOR-SMC ist das größte Schulnetzwerk in Deutschland. Ihm gehören über 720 Schulen an, die von rund 500.000 SchülerInnen besucht werden (Stand: Mai 2010).

Jede Schule kann den Titel erwerben, wenn sie folgende Voraussetzungen erfüllt: Mindestens 70 Prozent aller Menschen, die in einer Schule lernen und lehren (SchülerInnen, LehrerInnen und technisches Personal) verpflichten sich mit ihrer Unterschrift, sich künftig gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule aktiv einzusetzen, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig Projekttage zum Thema durchzuführen.

Die Regeln:

  • Wir Schüler/innen, Lehrer/innen und Mitarbeiter/innen dieser Schule sagen NEIN zu Rassismus..
  • Wir verpflichten uns, alle Formen und Äußerungen rassistischer und diskriminierender Art zu vermeiden und zu verhindern.
  • Unsere Schule wird, entsprechend ihrem pädagogischen Auftrag, Initiativen gegen Rassismus und zur Verständigung aller Menschen und Kulturen ergreifen.
  • Unsere Schule widersetzt sich rassistischen Organisationen und deren Propaganda.
  • Unsere Schule veranstaltet jährlich wiederkehrend besondere Projekttage zur Überwindung von Gewalt und Rassismus.
  • Durch den Erwerb des Titels "Schule Ohne Rassismus" arbeitet unsere Schule mit der nationalen und internationalen Bewegung "Schule Ohne Rassismus" zusammen.

An unserer Schule haben sich knapp 90 Prozent für die Einhaltung der Regeln ausgesprochen.

Der Titel wurde den SchülerInnen und somit der Schule in einem Festakt übergeben. Die SchülerInnen sollten sich eine Patin oder einen Paten für ihre Schulen suchen. Für das LFG hat sich der Europaabgeordnete Elmar Brok (rechts im Bild) bereit erklärt die Patenschaft zu übernehmen.

Indem sich die Paten öffentlich für das Anliegen einsetzen, werden die SchülerInnen nicht nur am Tag der Titelübergabe, sondern dauerhaft in ihrem Engagement unterstützt. Am Ende des Festaktes wurde das Schild SOR-SMC gut sichtbar neben dem Haupteingang der Schule angebracht. Damit haben alle dazu beigetragen unserer Schule in diesem Sinne auch öffentlich ein zusätzliches, neues Profil zu geben.

Weitere Unterstützung bekommt unsere Schule durch die SOR-Bundesorganisation mit Sitz in Berlin. Dabei ermuntert SOR-SMC die SchülerInnen zu einer engen Zusammenarbeit mit den LehrerInnen, SozialpädagogenInnen, weiteren MitarbeiterInnen der Schule sowie außerschulischen Institutionen. Daher werden diese Zielgruppen in das Konzept von SOR-SMC einbezogen. Sie sollen die Schüler unterstützen, aber nicht bevormunden. Nicht sie bestimmen die Inhalte und Aktionsformen, sondern die SchülerInnen. Dennoch ist ihre Mitwirkung unverzichtbar für das Gelingen der Anliegen der SchülerInnen. Dabei sollen sie die SchülerInnen nicht sich selbst überlassen, sondern ihnen den Freiraum zu selbstbestimmtem Lernen und Handeln eröffnen. Seminare der Bundeskoordination von SOR-SMC mit Hintergrundinformationen und zu Fragen der didaktischen Umsetzung unterstützen die Akteure dabei.

Missionen des Schulträgers

In Tansania, genauer gesagt in Njiro/Arusha, hat der Orden ein Ausbildungszentrum für junge Frauen errichtet. Schwester Shobana: "Unsere Arbeit hier ist Hilfe zum Leben und Überleben".

Seit 1992 versuchen Schwestern der Kongregation der Schwestern Unserer Lieben Frau aus Indien und den USA den Menschen in Arusha und Umgebung durch grundlegende Bildungs- und Sozialarbeit zu helfen. Sie unterrichteten zuerst in der Sekundarschule von Arusha. 1994 beauftragte sie der Bischof von Tansania mit der Leitung dieser Schule. 1996 konnten die Schwestern mit finanzieller Unterstützung der Generaloberin des Ordens in Rom, Schwester M. Sujita, ein Stück Land in Njiro in der Nähe von Arusha kaufen und dort ein Kloster mit Kapelle errichten. Dort sollte langfristig ebenfalls ein Ort der Bildung, eine Grundschule, entstehen.

Die erste Grundschule unmittelbar auf dem Klostergelände in Njiro ist nach dem Orden bzw. der Gottesmutter benannt und trägt den Namen "Notre Dame School". Der Unterricht wurde dort im Januar 2002 in einer Garage des Klostergebäudes aufgenommen. Mittlerweile kann jedes Jahr eine Klasse hinzugefügt werden, so dass eine weiterführende Schule entsteht.

Die Grundschule unterrichtet Mädchen und Jungen in koedukativer Form. Die Fächer sind: Englisch, Swahili (die tansanische Muttersprache), Mathematik, einfache Natur- und Gesellschaftswissenschaften, Sport, Musik und Religion. Die Eltern der Schulkinder bezahlen ein Schulgeld von ca. 1,20 Euro pro Monat, alle Kinder tragen eine Schuluniform.

2004 ist dort auch ein Zentrum für Frauen entstanden, ein 4 Stockwerke hohes Gebäude wo Frauen die Gelegenheit haben, Selbsthilfegruppen zu bilden, Aufklärung über AIDS zu erhalten oder Nähen mit der Nähmaschine zu erlernen.

Weitere Möglichkeiten sind:

- katechetische Unterweisung,

- Lesen und Schreiben lernen

- Gesundheitsfürsorge,

- berufliche Ausbildung,

so dass sie Geld verdienen und Eigentum erwerben können.

Damit der laufende Schulbetrieb zukünftig gesichert ist, sind die Schwestern in Njiro auf Spenden angewiesen.