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Privates Liebfrauengymnasium Büren

„Sterben, Tod und Trauer – (k)ein Thema für Jugendliche?!“

05.03.2018

Am LFG machen wir „Sterben, Tod und Trauer“ zum Thema – nicht nur im Religionsunterricht – , weil das Wissen darüber, so finden wir, lebenswichtig ist.
In einem Pilotprojekt haben sich deshalb am 26.02.2018 die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 einen Schultag lang mit dem Thema auseinandergesetzt – intellektuell und kreativ. Dazu kamen hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeitende der Fachstelle Malteser Hospizarbeit, Palliativmedizin und Trauerbegleitung Köln und des Malteser Hospizdienstes St. Christophorus Dortmund ins LFG. Zuvor konnten sich Eltern bei ihnen über das Projekt informieren und Lehrerinnen und Lehrer eine Fortbildung besuchen.
Aber warum sollen sich Jugendliche mit so einem persönlichen Thema in der Schule befassen? Ist die Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und Trauer nicht etwas, mit dem man sich erst dann beschäftigen sollte,   wenn es sich nicht mehr vermeiden lässt? Wollen Jugendliche überhaupt darüber sprechen? „Wenn Sie das hinbekommen“, so ein Vater, „mit meinem Sohn über dies Thema zu sprechen, dann Hut ab!“.
Gesprochen und nachgedacht wurde an diesem Projekttag viel, aber auch gestaltet und gelacht. „Man kann das Gelernte im Alltag anwenden“, so ein Kommentar zum Tag. Die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler zeigen, wie wichtig ihnen dies Thema für ihren Alltag geworden ist. Und auch, was für die Projektdurchführung nach der Pilotphase noch verändert werden kann. Denn es ist ein gemeinsamer Weg zu einer neuen gesellschaftlichen Sorgekultur, auf den sich die Malteser mit ihrem Projekt „Gib mir ’n kleines bisschen Sicherheit – die Unsicherheiten des Lebens und des Sterbens teilen“ schon vor einigen Jahren begeben haben – und den wir als LFG jetzt mitgehen.  

Ingrid Haferkamp, Mittelstufenkoordinatorin LFG