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Privates Liebfrauengymnasium Büren

Einblicke einer Missionarin auf Zeit (MAZ) auf Timor-Leste

23.09.2019

Am 19.09.2019 besuchte die ehemalige LFG-Schülerin Benita Münster unseren Q1 Leistungskurs bei Frau Holtkamp, um von ihren eigenen Erfahrungen zu unserem derzeitigen Thema „Globale Disparitäten – Herausforderungen in der EINEN Welt“ zu erzählen.
Benita wurde im letzten Jahr bei den Franziskanerinnen aus Salzkotten als Missionarin auf Zeit angenommen und in deren Auftrag für ein Jahr auf die südostasiatische Insel Timor-Leste entsandt.
Bevor sie jedoch nach Südostasien aufbrach, lernte sie die Hauptlandessprache Tetum, um sich verständigen zu können. Die Amtssprachen in Timor-Leste sind Portugiesisch und Tetum, es gibt aber noch 15 weitere Sprachen der Einheimischen, die als Nationalsprache anerkannt sind. Zur Vorbereitung ihrer Mission besuchte sie auch mehrere Seminare.
Benita lebte auf Timor-Leste in einem Internat und Waisenhaus. Sie unterstützte unter anderem den Vorschul-Unterricht und betreute die Hausaufgaben. Natürlich musste sie auch im Haushalt und bei der Gartenarbeit helfen. Eine spannende Erfahrung, die sie in diesem Missionarsjahr gesammelt hat, war für einen Tag den Unterrichtan der High-School zu gestalten. Mit Hilfe eines Bildervortrages gab sie uns Einblicke in die Kultur und die Lebensweise der dort lebenden Menschen.
Sie sammelte aber auch negative Erfahrungen. Unter anderem sind ihr die schlecht ausgebaute medizinische Versorgung und die großen regionalen Unterschiede im Land aufgefallen. Timor-Leste ist, laut den Vereinten Nationen, heute vor Afghanistan das zweitärmste Land Asiens. Fast 1/3 der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze, die die Vereinten Nationen auf 1,25 US-Dollar festgelegt haben.
Finanziert wurde das Auslandsjahr komplett sowohl vom Programm weltwärts, als auch von den Franziskanerinnen und freiwilligen Spenden.
Wir bedanken uns bei Benita für den sehr informativen und spannenden Vortrag und wünschen Ihr für Studium der Asienwissenschaften alles Gute.

Stefan Hillebrand und Timo Hennecke