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Privates Liebfrauengymnasium Büren

FSJ - Was ist das eigentlich ganz genau?

Ehemalige Schülerin berichtet über ihre Erlebnisse

07.01.2020

Am Freitag, dem 20.12.19, bekamen wir in unserem Sowi-Kurs von Herrn Schnitzmeier Besuch von Emma Kersting, einer ehemaligen Schülerin unserer Schule. Emma entschied sich nach dem Abitur an unserer Schule für ein Freiwilliges Soziales Jahr in Brasilien. Dies hat sie uns vorgestellt und uns von ihrem Aufenthalt ausführlich berichtet.

Zunächst erklärte uns Emma, was es überhaupt bedeutet, Missionar/in auf Zeit zu sein. M. a. Z. sind meist 18-28 Jahre alte hilfsbereite Menschen, die für eine bestimmte Zeit in ein Entwicklungsland bzw. Schwellenland reisen, um dort den Hilfsbedürftigen zu helfen. In Emmas Fall war das Land ihrer Wahl Brasilien. Im Oktober 2018 flog sie nach Brasilien und verbrachte dort insgesamt 10 Monate. Die ersten 5 Monate hat sie in einer Schule  in Manoel Ribas ausgeholfen. Dies liegt im Norden Brasiliens und ist daher nicht so sehr von der Armut betroffen wie z.B. der Süden des Landes. Dies war unteranderem einer der Gründe, weswegen Emma sich dazu entschied, den Ort zu wechseln, damit sie einen realistischeren Einblick bekommt. So wechselte sie nach Balsas im Süden Brasiliens und arbeitete dort in einer Kinderstätte die von Spenden lebt. Emma berichtete, dass ihr zwar der Norden ebenfalls gefiel, sie aber dennoch bessere Erfahrungen im Süden gemacht hat. Sie beschrieb die Menschen als sehr lebensfroh und veranschaulichte uns dies, indem sie uns kurze Videos von singenden Menschen im Bus und tanzenden Kindern im Kindergarten zeigte. Nach den Videos zu urteilen waren die Menschen tatsächlich sehr glücklich trotz der enormen Armut. „Es kam einem trotz allem nicht so vor, als ob es ihnen an etwas gefehlt hätte.“, so Emma. Auch vom Reisen, das ebenfalls zum Programm gehören sollte, berichtete sie begeistert. Besucht hat sie Orte wie Rio de Janeiro und den Amazonas. Als Gesamteindruck machte Emma klar, dass es durchaus auch mal Probleme und Schwierigkeiten gab, sie aber dennoch aus allem etwas gelernt habe, „Man macht es ja auch irgendwie für sich.“

Aus finanzieller Hinsicht erklärte Emma, dass 75% der Kosten von der staatlichen Organisation „weltwärts“ übernommen wurden und den Rest der Orden für den man sich entschieden hat, in Emmas Fall also die SMMP, trägt. Man hat somit also kaum eigene Kosten, kann nach dem Abitur erstmal eine kurze „Auszeit“ haben, lernt tolle Menschen, Orte und Kulturen kennen und man ist dazu auch noch sozial tätig. Wenn du also ebenfalls Interesse an einem sogenannten FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) hast, kannst du dich bei weiteren Fragen gerne an Emma wenden: emma.kersting(at)web(dot)de.

Petra Deak (EF)