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Privates Liebfrauengymnasium Büren

Klimaschutz durch Kreislaufwirtschaft

Westfalen Weser Energie bringt Schulprojekt nach Büren in das Liebfrauengymnasium

20.02.2020

Der Energiedienstleister Westfalen Weser Energie hat für das laufende Schuljahr das Projekt „Klimaschutz durch Kreislaufwirtschaft“ in Zusammenarbeit mit der Deutschen Umwelt-Aktion e.V. angestoßen. Jeweils ein kompletter Jahrgang (5.-9. Schuljahr) einer weiterführenden Schule im Kreis Paderborn hat die Möglichkeit, eine Projekteinheit durchzuführen. Am 19. und 20. Februar 2020 fand die Veranstaltung am Liebfrauengymnasium in Büren für alle Klassen 5 statt und dauerte jeweils 90 Minuten. Sie wurde durchgeführt von Frau Anika Teelar, Biologin und Umweltpädagogin.
Die Diskussion zur Nachhaltigkeit ist heute allgegenwärtig. Wiederverwertung von Rohstoffen ist ein Gebot der Stunde. Dabei leistet die Kreislaufwirtschaft (Abfall- und Recyclingbranche) bereits wichtige Beiträge. So wurde das Recycling gesteigert, wodurch auch Emissionen eingespart wurden. Da Rohstoffe endlich sind und nur begrenzt vorkommen, trägt die Versorgung der Wirtschaft mit Sekundärrohstoffen zu Klimaschutz und Ressourceneffizienz bei. Denn durch das Recycling aus Abfällen werden Stoffe länger im Wirtschaftskreislauf gehalten, was erheblich zu einem effizienteren Einsatz von Ressourcen beiträgt. Themenschwerpunkte der Unterrichtseinheit sind dabei die Abfallpyramide, Recycling, Erdöl und seine Bedeutung in der modernen Gesellschaft und das Phosphorrecycling durch Klärschlamm. Besonders anschaulich wird für Jugendliche die Kreislaufwirtschaft am Beispiel eines Smartphones.
Auch Restabfälle können in Müllverbrennungsanlagen oder Ersatzbrennstoff-Kraftwerken energetisch verwertet werden, was fossile Energieträger einspart. Der wichtigste Punkt ist allerdings die Abfallvermeidung, weil sie in hohem Maße Ressourcen- und Energieeinsatz vermeidet.

Schülerinnen und Schüler für wichtiges Thema sensibilisieren

Westfalen Weser Energie hat das Projekt initiiert, damit Schülerinnen und Schüler Gründe für die Schonung von Rohstoffen kennen lernen und zudem den Zusammenhang zwischen Abfallvermeidung und Einsparung von Ressourcen erkennen. Natürlich sollen sie auch das eigene Konsumverhalten reflektieren. „Mit diesem Kooperationsprojekt möchten wir die junge Generation für das wichtige Thema Ressourcen-Schonung durch Wertstoffrückgewinnung sensibilisieren“, erläutert Dr. Stephan Nahrath, Geschäftsführer Westfalen Weser Energie, die Motivation der Unternehmensgruppe.
Die Unterrichtseinheit wurde in einen nachvollziehbaren Zusammenhang zwischen Ursachen des Klimawandels und der Notwendigkeit des Klimaschutzes eingebettet. Die motivierten 5.-Klässler des Liebfrauengymnasiums kannten viele Beispiele zu Auswirkungen des Klimawandels, von der Bedrohung der Eisbären bis zu regionalen Problemen der Landwirte durch Ernteeinbußen.
Sie lernten, in einer Tonne Mischmüll die verschiedenen Müllsorten zu erkennen und den richtigen Weg ihrer Entsorgung zu wählen. Paula: „Die Arbeit mit der Mülltonne hat ebenso wie die Gruppenarbeit viel Spaß gemacht.“
Eine wichtige Erkenntnis für die Schüler war auch, dass Verpackungsmüll nicht achtlos in die gelbe Tonne geworfen wird, sondern wertvolle Rohstoffe voneinander getrennt werden: z. B. der Aluminiumdeckel vom Joghurtbecher. Sonst ist kein Recycling möglich. Wertschätzung für die Bestandteile eines Handys entwickelte sich auch, als es um die Produktionsbedingungen eines Handys  in Asien ging. Sina: „Die Arbeitsbedingungen sind so hart und oft ungerecht.“
Jeder Schüler hatte am Ende viele Handlungsperspektiven, um durch verantwortungsvolles Verhalten im Umgang mit dem Thema „Müll“ wertvolle Ressourcen zu bewahren.