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Privates Liebfrauengymnasium Büren

Digitalpaktmittel sind da!

Das Liebfrauengymnasium in Büren freut sich über 300000 Euro für den Ausbau der digitalen Lernumgebung

11.11.2020

Stellvertretend für die Schulgemeinschaft des LFG freut sich Schulleiter Thorsten Harnischmacher darüber, dass nun das Themenfeld „Digitalisierung“, das in den letzten Jahren durch das Programm „Gute Schule 2020“, aber auch durch die Unterstützung des Trägers und des Förderervereins konsequent verfolgt wurde, durch die Freigabe der Digitalpaktmittel des Bundes  mit großen Schritten weitergeführt werden kann. Die Grundlagen wurden in den letzten 5 Jahren maßgeblich durch die Mittel des Programms „Gute Schule 2020“ gelegt, denn das LFG ist im Bereich der digitalen Infrastruktur schon jetzt sehr gut aufgestellt.

Die Anknüpfung an das Glasfasernetz, die in den Herbstferien erfolgte, sichert die Anforderungen an einen modernen Unterricht und sorgt neben den bestehenden Breitbandanschlüssen für ein stabiles Netzwerk bei einer ansteigenden Anzahl an mobilen Endgeräten im Schulalltag. Alle Bereiche des LFG sind schon jetzt mit WLAN ausgeleuchtet, so dass Schüler*innen mit ihren eigenen digitalen Endgeräten (BYOD) oder den IPads, die das LFG ihnen für Arbeitsphasen oder bei Bedarf zur Ausleihe zur Verfügung stellt, einen schnellen und sicheren Zugang über das pädagogische Netzwerk ins Internet haben. Die Lehrkräfte nutzen für ihre Unterrichtsvorbereitung und Durchführung ebenfalls IPads, die analog zu weiteren Schülerendgeräten in einem Wert von knapp 100.000 Euro über die zusätzlichen Fördertöpfe des Landes angeschafft werden können.

Alle Schüler*innen und Lehrkräfte profitieren schon seit knapp zwei Jahren davon, dass in allen Räumen des LFG eine einheitliche Präsentationstechnik installiert ist, so dass die Möglichkeit besteht, unterrichtliche Abläufe wie auch die Unterrichtsvorbereitung zunehmend digital zu planen und durchzuführen. Dennoch war es eine bewusste Entscheidung, die analoge Tafel in den Klassen- und Kursräumen zu belassen, um digitale und analoge – digiloge – Zugänge zu Unterricht zu ermöglichen. Das bedeutet gleichzeitig, dass sich das Kollegium weiterhin parallel zu den Entwicklungen auf den Weg macht, Möglichkeiten dieser Verknüpfungen zu nutzen und sich in den unterschiedlichsten Bereichen intern auszutauschen oder extern fortzubilden.

Insgesamt erreicht der bewilligte Betrag aus dem ursprünglichen Digitalpakt bislang eine Größenordnung von ca.  300.000 Euro, die über den Träger, die Malteser Werke gGmbH in Köln, an das LFG weitergegeben werden. Ein komplexes Antragsverfahren auf der Grundlage von „technisch-pädagogischen-Einsatzkonzepten“ und der Ermittlung der Bedarfe und der Angebote war die Voraussetzung für die Antragsstellung, die zentral über die Bezirksregierung in Köln (Sitz des Trägers) erfolgen musste. Nach einem langen Bewilligungszeitraum sind wir nun froh, dass wir am LFG loslegen und unsere Konzepte weiter verfolgen können.

Da die infrastrukturellen Bereiche sehr gut vorbereitet sind, fließen die Mittel aus dem Digitalpakt zu einem großen Teil in die digitale Ausstattung von Schüler*innenarbeitsplätzen oder digitalen Hilfsmitteln für den Fachunterricht und werden „sichtbar“ für alle am Schulleben Beteiligten.

So wird beispielsweise vor dem Hintergrund der zusätzlichen Gewichtung des Faches Informatik in der Sekundarstufe I ein weiterer Computerraum eingerichtet oder aber es werden digitale Hilfsmittel (z.B. Baukästen, Roboter etc.) für das an Informatik angelehnte Fach IB in den Jahrgangsstufen 5 und 6 angeschafft. Ebenso erfährt beispielsweise der Fremdsprachenunterricht durch die Erweiterung der digitalen Ausstattung Möglichkeiten, Sprachen und Kulturen den Schüler*innen näherzubringen und in die gewohnte Lernumgebung am LFG einzubetten. Die Lehrkräfte der Naturwissenschaften haben sich im Vorfeld auf die Ausweitung eines einheitlichen digitalen Systems in den Bereichen Chemie, Physik und Biologie geeinigt, um analoges und digitales Experimentieren in Einklang zu bringen und so auf die weiterführenden Studien- und Berufsfelder vorzubereiten. Sämtliche Fachbereiche profitieren so auf die unterschiedlichste Weise von dieser digitalen Förderung, denn es konnten nahezu alle Wünsche aus den Fachschaften in den Antrag aufgenommen werden.

Die wichtige „analoge“ Wissensvermittlung und Erziehungsarbeit, bei der jedes einzelne Kind/ jeder einzelne Jugendliche am LFG im Mittelpunkt steht und für die sich alle Mitarbeitenden am LFG seit nunmehr 75 Jahren einsetzen, gerät keinesfalls durch diese Entwicklung außer acht, sondern wird durch Augenmaß mit den digitalen Möglichkeiten erweitert. Diese technischen Veränderungen in Schule müssen sensibel begleitet werden, denn die zunehmende Digitalisierung in Schule und Elternhaus wirkt sich auch auf die Schüler*innen aus. Konzepte, wie beispielsweise die „Medienscouts“, die „Netpiloten“ oder aber das Programm „digilog 360“ des Trägers tragen dazu bei, Medienpädagogik an Schule parallel zielgerichtet weiterzuentwickeln.

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"Ich danke allen, die diesen Antragsprozess am LFG begleitet und zur Ausschüttung der Mittel beigetragen haben. Insbesondere hat sich Herr Hartmann und der AK Medien gemeinsam mit allen Fachvorsitzenden und vielen Kolleg*innen dafür eingesetzt, die Schulleitung dahingehend zu beraten, Kontinuität zu wahren, Innovationen zuzulassen, aber gleichzeitig auch  Bewährtes zu erhalten.

Mein Dank gilt ebenfalls Andrea Kersting (Malteser Werke - Köln), die im Anschluss an die Bedarfsermittlung, die Anträge an die Bezirksregierung Köln weitergeleitet hat, Unklarheiten beseitigen konnte und sich im ständigen Kontakt mit den zuständigen Sachbearbeiter*innen befand."

Thorsten Harnischmacher

Schulleiter