Hospizprojekt der Klassen 10

Am Montag, dem 8. Juni 2026, waren Mitarbeitende des ambulanten Hospizdienstes der Malteser in Dortmund zu Gast in unserer Schule, um mit allen Klassen der Jahrgangsstufe 10 einen Projekttag zum Thema „Verlust, Sterben, Tod und Trauer“ durchzuführen. Unterstützt wurde das Team durch Frau Redder, die das Projekt in einer der Klassen zusätzlich begleitete.

Ziel des Projekttages war es, das Bewusstsein für Hospizarbeit und Palliativmedizin zu schärfen und einen Einblick in die Arbeit der Ehrenamtlichen zu gewinnen. Es ging aber auch darum, sich mit der eigenen Betroffenheit zum Thema auseinanderzusetzen.

Das Projekt begann mit einem (freiwilligen) Austausch über eigene Verlusterfahrungen im bisherigen Leben; auch ging es darum, was in diesen Situationen hilfreich war, um den Verlust und die Trauer verarbeiten zu können. Im Anschluss berichteten die größtenteils ehrenamtlichen Mitarbeitenden aus Dortmund von ihren eigenen Erfahrungen, Herausforderungen und Erlebnissen. Über einen Kurzfilm zur Hospizarbeit der Malteser konnten die Jugendlichen dann noch einmal einen tieferen Einblick in die Tätigkeiten von Mitarbeitenden im ambulanten Hospizdienst bekommen. Vor der Mittagspause beschäftigten sich die Klassen dann in einer weiteren Einheit damit, wie sich das Leben für Menschen verändern kann, wenn ein Angehöriger erkrankt oder verstirbt. Dies konnten sie in Form eines Rollenspiels oder beim gemeinsamen Halten, Zusammenstehen (oder auch Straucheln) im „Rondo-Tuch“ praktisch erspüren. Zum Abschluss setzten sich die Schülerinnen und Schüler noch mit der eigenen Endlichkeit auseinander. In der Gestaltung einer Wandtapete zum Thema „Before I die“ konnten sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen und vielfältige Wünsche und Lebensziele einbringen, die sie sich erfüllen wollen, bevor sie sterben. 

Wir danken den Mitarbeitenden des Malteser Hospizdienstes Dortmund und Frau Redder für den sehr aufschlussreichen und spannenden Projekttag und ihre Offenheit und Aufklärung zum Thema „Verlust, Sterben, Tod und Trauer“. In vielen Äußerungen der Schülerinnen und Schüler im Anschluss wurde deutlich, dass es sich persönlich und auch in Hinblick auf die Gesellschaft lohnt, sich für dieses Thema Zeit zu nehmen.

Christel Teipel