Im Rahmen unseres Schüleraustauschs hatte ich im Mai die Möglichkeit, eine Woche in Frankreich, genauer gesagt, in Straßburg, zu verbringen. Meine Austauschschülerin heißt Lou, ist ebenfalls 16 Jahre alt. Sie lebt in IlIkirch, einem Vorort von Straßburg. Bereits nach den Osterferien war sie für zwei Wochen bei mir in Deutschland zu Gast. In dieser Zeit unternahmen wir viele schöne Dinge. Sie war mit mir in der Schule und ich zeigte ihr allgemein viel aus meinem Alltag. Wir waren zusammen beim Fußballtraining und beim Reiten. Außerdem waren wir in Willingen beim Skywalk und das Highlight für Lou war der Jungschützentag in Oberntudorf.
Am Montag, den 12. Mai, begann schließlich mein Gegenbesuch in Frankreich. Bereits an den ersten Tagen konnte ich viele Unterschiede zwischen dem deutschen und französischen Alltag feststellen. Am Dienstag und Mittwoch begleitete ich Lou in ihre Schule - das Lycée Jean Monnet. Besonders auffällig war für mich, dass die Schülerinnen und Schüler dort deutlich längere Schultage haben als bei uns in Deutschland. Der Unterricht beginnt bereits um 8:15 Uhr und endet meistens erst um 17:00 Uhr. Und das jeden Tag...
Am Dienstagabend besuchten wir Straßburg und machten eine Bootstour durch die Altstadt. Diese hat mir besonders gut gefallen, da Straßburg mit seinen zahlreichen Kanälen teilweise an Venedig erinnert. Außerdem haben mir die kleinen, bunten Fachwerkhäuser sehr gefallen. Viele Gebäude wirken sehr alt, wodurch die Stadt einen besonderen Charme besitzt.
Am Mittwochabend aßen wir traditionell Flammkuchen, welcher für das Elsass sehr bekannt ist.
Wir besuchten am Donnerstag ein typisches elsässisches Dorf und trafen uns mit Freunden von Lou, spielten Fußball und verbrachten gemeinsam einen entspannten Nachmittag. Am Abend kochten wir zusammen und machten einen Spieleabend.
Ein besonderes Highlight der Woche war der Freitag, an dem wir gemeinsam den Europapark besuchten. Dort verbrachten wir den ganzen Tag und hatten sehr viel Spaß. Da das Wetter während meines Aufenthalts schön war, unternahmen wir am Samstag noch eine Fahrradtour und erkundeten die Gegend um Straßburg.
Rückblickend war der Austausch für mich eine tolle Erfahrung. Ich konnte nicht nur meine Sprachkenntnisse verbessern, sondern auch die französische Kultur und den Alltag vor Ort besser kennenlernen. Besonders positiv in Erinnerung bleiben mir die Offenheit und Gastfreundschaft von Lou und ihrer Familie sowie die vielen gemeinsamen Erlebnisse.
Leonie Kellerhoff (EF)