Kann ein Weihnachtsstück auch im Hochsommer funktionieren? Der Literaturkurs der Q1 des Liebfrauengymnasiums hat die Antwort eindrucksvoll gegeben: Ja, und wie! Mit zwei sehr gut besuchten Aufführungen von „Scrooge – Ein Weihnachtslied“ von Ramon Pierson nach Charles Dickens begeisterten die Schülerinnen und Schüler am 6. und 7. Juli ihr Publikum und sorgten für weihnachtliche Stimmung mitten im Sommer.
Unter der Leitung von Herrn Schaefer brachte der Kurs die Geschichte des griesgrämigen Geschäftsmannes Ebenezer Scrooge auf die Bühne. In der Bearbeitung von Ramon Pierson begegnet Scrooge den Geistern der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, die ihn dazu bringen, sein Leben und sein Verhalten gegenüber seinen Mitmenschen zu hinterfragen. Mit einer gelungenen Mischung aus Humor, Spannung und berührenden Momenten zog die Inszenierung die Zuschauerinnen und Zuschauer von Beginn an in ihren Bann.
Besonders beeindruckend war, dass die Schülerinnen und Schüler weit mehr als nur die schauspielerischen Rollen übernahmen. Neben den Proben auf der Bühne wurden auch Kostüme, Bühnenbild sowie Licht- und Tontechnik eigenständig geplant und umgesetzt. So entstand ein stimmiges Gesamtkonzept, das die weihnachtliche Atmosphäre der Geschichte trotz sommerlicher Temperaturen überzeugend aufleben ließ.
Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher honorierten die Leistungen aller Beteiligten mit großem Applaus. Die Aufführungen zeigten eindrucksvoll, wie viel Kreativität, Teamgeist und Engagement in dem Projekt steckten.
Ein herzlicher Dank gilt allen Mitwirkenden des Literaturkurses, der Technik-AG, Herrn Klös für die technische Unterstützung, Herrn Hesse für seine tatkräftige Hilfe sowie den vielen weiteren Helferinnen und Helfern im Hintergrund. Ein besonderer Dank geht an Herrn Schaefer, der den Kurs während der gesamten Projektphase begleitet, motiviert und angeleitet hat. Zudem geht auch ein herzliches Dankeschön an den Fördererverein des Liebfrauengymnasiums, der für diese Aufführung Traversen und Lichttechnik ergänzt hat.
Die beiden Theaterabende haben eindrucksvoll gezeigt: Weihnachten ist nicht an eine Jahreszeit gebunden. Oder, um es mit den Worten des Stücks zu sagen: „Weihnachten soll immer sein!“